St. Marien Basel

Gesegnet in und durch das neue Jahr

Wenn etwas Neues anfängt, wenn Menschen einen neuen Lebensabschnitt beginnen oder ein neues Jahr, dann gibt der jüdisch-christliche Glaube seit Jahrtausenden dazu etwas auf den Weg, eine Art Starthilfe. Sie besteht aus einer Geste und ein paar Worten: der Segen. Einander segnen oder den Segen wünschen bedeutet, dass man sich im Namen Gottes Gutes wünscht, noch besser: man gibt den Segen, das Gute Gottes weiter. Im Segen ist Gott selbst dabei mit seiner Kraft und Wertschätzung. Verschiedenste biblische Geschichten zeigen uns, dass der Segen am Anfang immer etwas Doppeltes bedeutet: Zum einen bestätigt er mit Gottes liebendem Blick, das, was da ist. Zum andern will er uns zur Entwicklung und Veränderung ermutigen. Auch wir dürfen uns gesegnet wissen von Gott, gerade auch am Anfang des neuen Jahres: Gott liebt mich, so wie ich bin. Gleichzeitig traut er mir aber auch immer wieder Veränderung zum Besseren zu. Diesen doppelten Segen sollen wir uns auch gegenseitig weitergeben, dabei uns einander so anschauen, wie Gott uns anschaut: wertschätzend und wohlwollend. Und wir sollen uns gegenseitig zu neuen Schritten ermuntern, gemäss dem Segensauftrag im Buch Genesis: Ihr sollt einander segnen, ihr sollt ein Segen füreinander sein. In diesem Sinne wünsche ich uns allen im Namen des Seelsorgeteams von ganzem Herzen: ein gesegnetes neues Jahr!      Angelika Löhrer