St. Marien Basel

Marienmonat Mai – 100 Jahre Fatima

Mütter haben unbestritten eine ganz wichtige Stel­lung im Leben eines Menschen und wenn es sich um die Mutter des Erlösers handelt, kann das nicht an­ders sein. Nicht nur, dass Jesus von Nazareth seiner Mutter rein äusserlich betrachtet glich. Er hatte von ihr alles Menschliche geerbt und erlernt: Das Tempe­rament und die Verhaltensweisen. Die ganze Kultur, einfach die Art und Weise Mensch zu sein, hatte er von Maria. Deswegen kann Maria den Menschen einen neuen Zu­gang zu ihrem Sohn geben.

Vor 100 Jahren als immer mehr Menschen atheis­tisch wurden und Gott nicht mehr über die Ver­nunft auf­neh­men wollten, geschah etwas Merk­würdiges und Unerwartetes: Maria, Gottes mensch­liche Mut­ter, „erschien“ den Menschen! Völlig gegen den Zeit­geist der Rationalität haben gerade die Einfa­chsten und Kleinsten einen neuen Zugang zu Gott und sei­nem Heilsplan erhalten: die Hirtenkinder von Fatima! Zu Anfang eines schrecklichen kriegsgeplagten Jahr­hunderts, in einer sich als „höllisch“ entpuppenden Welt der demago­gi­schen Ideologien lernten sie auf die müt­ter­li­che Sanftheit eines Herzens ohne Arg und List zu hören. Dieses hat sie zum Gebet aufgerufen. Nicht nur für sich selbst, sondern für viele „armen Sünder“. Rosen­kranzbetend haben sie sich geöffnet für alle Notlei­den­den. Das empfohlene zusätzliche Gebet zwischen den einzelnen Gesetzchen des Ro­sen­kranzes öffnet auf alle Menschen, besonders auf die Bedürftigsten: „O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle und führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“
                                                                                                                                                              Pfr. Markus Brun